Faserkunde, Werkstoffe und Ausrüstungen

Faserkunde, Werkstoffe und Ausrüstungen

Baumwolle

Baumwolle ist eine Naturfaser und war für lange Zeit die gebräuchlichste Faser für Markisenstoffe. Nachteilig sind jedoch, da? die Farben unter UV-Einstrahlung stark verblassen und Baumwolle nicht verrottungsfest ist. Daher wurde diese Faser von widerstandsfähigeren Synthetikfasern abgelöst, die sich besser für den Outdoor-Einsatz eignen.

Polyester

Diese Chemiefaser weist im Neuzustand hohe Rei?festigkeitswerte auf. Sie wird oft in der Bekleidungsindustrie eingesetzt. Bei Verwendung im Freien - z.B. als Markise - erweist sie sich jedoch als zu empfindlich gegenüber UV-Strahlen: Die ursprüngliche Festigkeit der Faser geht so schnell verloren, und sie ist für Langzeiteinsätze nicht empfehlenswert.
Polypropylen

...ist eine preislich sehr günstige Synthetikfaser, die im Freien jedoch sehr schnell verwittert. Die Farbbeständigkeit gegen UV-Strahlung ist schlecht. Au?erdem wirken Polypropylen-Gewebe in der Draufsicht sehr "plastikhaft" künstlich. Polypropylen wird hauptsächlich für Teppichböden verwendet.
Am besten geeignet für Markisenstoffe ist nach wie vor die Acrylfaser.
Acrylfaser

Unter den modernen Chemiefasern entspricht diese am besten den Anforderungen im Au?enbereich. Sie hat gute wärmeisolierende Eigenschaften, weshalb sie auch oft in der Bekleidungsindustrie eingesetzt wird.
Für Markisenstoffe zum Einsatz kommen meist spinndüsengefärbte Acrylfaser: Bereits beim "Ausspinnen" der Faser werden dem Kunststoff Farbpigmente beigefügt. Das Acryl schlie?t die Farben ein und schützt sie vor Abbau durch UV-Licht. So bleiben die Farben lange wie neu.
Screen-Gewebe

Seit geraumer Zeit findet man häufig auch neue Stoffarten, z.B. Sunworker® von Dickson. Diese Gewebe kombinieren die Vorteile von Chemiefasern mit Hightech-Oberflächenbeschichtungen. Auf diese Weise können Wärme und Licht im Innenraum beeinflu?t und geregelt werden. Screen-Gewebe werden vor allem für Fenster-/Senkrecht- bzw. Wintergarten-Markisen empfohlen.